Der Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) 2025 „Jugendarbeit stärken – Für einen
demokratischen Diskurs“ hat für Jugendverbände und freie Träger eine besondere Bedeutung. Aus ihrer Perspektive bringt er vor allem eines: längst überfällige Klarheit und Rückendeckung für ihre Arbeit.
Jugendverbände und freie Träger sind traditionell Orte gelebter Demokratie. Sie vertreten Werte, beziehen Position und fördern politisches Engagement junger Menschen. Genau hier lag jedoch häufig die Unsicherheit: Wie weit darf dieses Engagement gehen, ohne gegen das Neutralitätsgebot zu verstoßen? Der JFMK-Beschluss macht deutlich, dass Neutralität nicht bedeutet, sich inhaltlich zurückzuhalten oder kontroverse Themen zu vermeiden. Im Gegenteil: Der Beschluss unterstreicht ausdrücklich, dass die aktive Förderung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ein legitimer und notwendiger Auftrag ist. Für Jugendverbände heißt das konkret, dass sie weiterhin klar Haltung zeigen dürfen – etwa gegen Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Gleichzeitig bestätigt die JFMK die zentrale Rolle freier Träger als eigenständige Akteure. Ihre Werteorientierung und ihre gesellschaftspolitischen Positionierungen sind kein Widerspruch zur Neutralität, solange sie nicht parteipolitisch einseitig agieren. Politische Bildung soll plural, kritisch und befähigend sein – genau das entspricht dem Selbstverständnis vieler Jugendverbände. Besonders wichtig ist dabei die gestärkte Rechtssicherheit: Fachkräfte und Ehrenamtliche können sich nun klarer darauf verlassen, dass ihr Engagement für demokratische Werte nicht nur erlaubt, sondern gewünscht ist.
Der Beschluss ist somit ein starkes Signal an die Praxis: Jugendverbandsarbeit darf und soll politisch sein – nicht parteilich, aber wertegebunden. Für freie Träger bedeutet das mehr Handlungssicherheit und zugleich die Bestätigung ihres demokratischen Auftrags.
Hier könnt ihr den Beschluss nachlesen: Externes-Ergebnisprotokoll-der-JFMK-2025