Zwei Tage voller Highlights und jugendpolitischer Hot Takes: Die Netzwerktagung Kommunale Jugendpolitik am 11. und 12. September in Duisburg hat wieder einmal gezeigt, wie vielfältig die Arbeit von Jugendringen und Jugendverbänden vor Ort in ganz NRW (und in Sachsen, liebe Grüße an unsere Kollegin vom Jugendring Dresden, die dieses Jahr bei uns zu Gast war) ist!
Mit ordentlich Lokalkolorit dank veganer Currywurst ging es am Freitagabend für die 60 Teilnehmenden los: Nach einem kurzen Kennenlernen und aktuellen Informationen aus der LAG Jugendringe (u.a. zu den aktuellen Veranstaltungen) stellte LAG-Grundsatzreferent Julian die aktuelle Analyse der Jugendhilfeausschüsse vor und die Schlussfolgerungen, die daraus für die Jugendverbandslandschaft entstehen.
Im Anschluss begrüßte die Moderation den Staatssekretär im Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Lorenz Bahr, der selbst in seiner Jugend in einem kommunalen Jugendring aktiv gewesen war und nun als Staatssekretär die Jugendpolitik des Landes mitverantwortet. Er berichtete u.a. vom Landesaktionsplan Jugendbeteiligung, der bald vorgestellt werden soll und betonte die Relevanz von jungen Stimmen in der kommunalen Politik – und bekannte sich dazu, auch ein SGB VIII-Ultra zu sein und zog sich direkt das passende Fan-Shirt dazu an. Danach mischte er sich unter die Teilnehmenden und diskutierte an Stellwänden die Themen der Netzwerktagung.
Der Abend endete mit einem großen Pub-Quiz (wer von euch hatte alle Treppen richtig erraten?), moderiert von Jasmin, unserer Referentin für Qualifizierung, und einem gemütlichen Ausklang in der Grillhütte.
Am Samstag lag der inhaltliche Schwerpunkt auf aktuellen Themen und Herausforderungen aus der Landschaft der Jugendverbandsarbeit vor Ort, zum Beispiel zum Thema Krisenkommunikation: Moritz (Jugendring Wuppertal) und Andreas (Kreisjugendring Olpe) berichteten davon, wie sie in Situationen, in denen sie von rechtsextremen Akteuren angegriffen wurden, reagiert haben und was ihnen dabei geholfen hat, gut und strategisch zu kommunizieren.
Danach ging es in zwei Workshoprunden zu den Themen Kommunale Gesamtkonzepte von Jugendbeteiligung (mit LAG-Geschäftsführer Christian und dem Jugendring Dortmund), Ganztag und Ferienangebote (mit Francoise Westenberg von der LWL-Fachberatung und LAG-Vorstandsmitglied Marius), Konflikte mit der Verwaltung (mit Anna von @medien.politik.partizipation), Ehrenamtsgewinnung (mit Barbara Pohlmann vom Caritas DiCV Köln und LAG-Vorstandsmitglied Tobi), Schutz vor KJFP-Kürzungen (mit LAG-Vorstandsreferent Julian) und zur Wahlkampagne des Landesjugendring NRW (mit Janna vom LJR NRW).
Last but not least: Auf der Netzwerktagung wurde dem KJR Olpe und dem Jugendring Witten offiziell und unter großem Applaus der Jugendring-Kompass verliehen – denn beide Jugendringe haben den Tagesworkshop zur Organisationsentwicklung der LAG Jugendringe absolviert und sich auf einen Prozess eingelassen haben, der die eigene Struktur und Arbeitsweise beleuchtet und zukunftsfest macht. Herzlichen Glückwunsch!
Nach Kaffee und Kuchen verabschiedeten sich die externen Gäste und Teilnehmenden und es folgte die Delegiertenversammlung der LAG Jugendringe NRW, die nach Entlastung des Vorstands und Aussprache ordentlich beschlossen wurde – und damit auch ein tolles Wochenende im Zeichen der kommunalen Jugendpolitik endete.
Unser großer Dank gilt: Allen Workshopleitungen für ihren Einsatz, StS Lorenz Bahr für seinen Besuch (der nicht der letzte gewesen sein wird ;)), der Sportschule Wedau für die Gastfreundschaft, unserer Verwaltungsexpertin Waltraut für die super Vorbereitung der Veranstaltung, allen, die dabei waren und sich aktiv eingebracht haben – und allen, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen jeden Tag vor Ort vertreten und dafür sorgen, dass ihre Stimmen auch gehört werden!
Eindrücke der Netzwerktagung 2026:
Fotos von Andi Weiland ©